JAKOBSBILDERWEG

Via Thiérache

Jakobswege in Belgien

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Von Olly-sur-Orge - Saint-Quentin

Die Via Thiérache verläuft durch eine wenig bekannte, aber sehr schöne Region in Nordfrankreich. Die Landschaft ist leicht hügelig. Die Beschilderung ist nicht immer eindeutig. Pilger sollten daher einen Führer kaufen. In fünf Etappen gelangst du immer in eine größere Stadt, in der du übernachten kannst. Von Olloy-sur-Viroin geht es Richtung Couvin. Dies ist ein einfacher Ausgangspunkt, da diese Stadt leicht mit dem Zug erreichbar ist. Nach Couvin folgt Chimay. Und lassen Sie das eine Glocke läuten. In der Tat ist Scourmont Abbey in der Nähe, wo Unterkünfte möglich sind und wo ein leckeres Getränk auf Sie wartet. Dafür muss man als Pilger aber auch etwas tun: Die Trappistenabtei Notre Dame de Scourmont liegt knapp 9 km mitten im Wald, außerhalb der Stadt. Chimay liegt in der Nähe der französisch-belgischen Grenze und des Fôret de Saint-Michel. Das bedeutet 10 km durch einen wunderschönen Wald mit Denkmälern aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg hier und da. Die Straße führt dann zur ehemaligen Benediktinerabtei Saint-Michel-en-Thiérache und das bringt uns nach Frankreich. Von Saint-Michel führt die Straße hinunter nach Hirson und zur Axe Verte de Thiérache, die Hirson mit Guise verbindet. Dieser alte Weg ist zu einem Wander- und Radweg entlang der Oise geworden. Die Straße weist kaum Höhenunterschiede auf und regelmäßig gibt es ein Dorf mit der besonderen Attraktion der Region: einer église fortifiée oder Wehrkirche. Die Thiérache war früher Durchgangsstraße und strategischer Punkt zwischen Champagne und Picardie und daher ein beliebtes Schlachtfeld. Schutz vor Plünderern und Armeeangriffen bewegte die Einwohner von Thiérache ihre Kirchen und Dörfer mit Bergfrieden, Wachtürmen und Schießscharten zu befestigen. In der Thiérache gibt es sechzig solcher Kirchen. Bekannte finden sich in Marly-Gomont, Wimy und Macquigny.
Der Hauptort der Axe Verte-Route ist Guise. Die Stadt wird von einer Burg dominiert, oder zumindest was davon übrig geblieben ist, denn der Erste Weltkrieg hat wenig übrig gelassen. Aber Sie sollten auf keinen Fall am Familistère vorbeikommen, das vom französischen Industriellen Jean-Baptiste André Godin gegründet wurde und für seine gusseisernen Öfen und Öfen bekannt ist. Godin baute für seine Mitarbeiter einen beeindruckenden Wohnkomplex, das Palais Social, 558 Wohnungen und 350 Wohnungen (!) sowie eine Schule, ein Schwimmbad, eine Waschküche und einen Erholungsbereich. Er sorgte für Grünflächen rund um das Gebäude. Einige Wohnungen sind heute noch bewohnt und die gesamte Anlage kann besichtigt werden. Ein seltenes Beispiel für „utopischen Sozialismus“. In der Cafeteria der Familistère können Sie auch den Käse der Region entdecken: die Maroilles. Bei Burnot verlässt die Straße die Oise und steuert auf die Somme zu, die wie die Schelde auf der Hochebene von Saint-Quentin entspringt. Kurz vor dem 'Bois des Muids' haben Sie die Wahl: direkt nach Saint-Quentin oder zuerst ein Abstecher zur Quelle der Somme, in Fonsomme. Dort befinden Sie sich auf der Via Gallia Belgica , die Sie auch nach Saint-Quentin führt.

Praktisch:
Ausgangspunkt der Via Thiérache ist Olloy-sur-Viroin (BE). Von dort aus verbindet der Pilgerweg die Via Monastica mit Saint-Quentin (FR), dem Endpunkt der Via Brabantica – Via Gallia Belgica und dem Ausgangspunkt des Chemin Estelle, der den Pilger nach Paris führt. Zwischen Sorbais (FR) und Etréaupont (FR) kreuzt die Via Thiérache die Via Scaldea. Die Gesamtstrecke beträgt 133 km. 5 bis 6 Wandertage vorsehen. Um Olloy-sur-Viroin zu erreichen, nehmen Sie den Zug nach Couvin. Sie starten in dieser Stadt oder Sie nehmen den Bus (25 Minuten) nach Olloy-sur-Viroin.


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Länge und Etappen:
Die Länge beträgt rund 133 km und kann je nach Wanderführer in 7 bis 8 Etappen bewältigt werden.
Die Etappen sind Vor­schläge aufgrund der vor­han­denen Her­bergs-Infra­struktur, können jedoch beliebig indivi­duell angepaßt werden. Nicht enthalten sind Be­sich­tigungen, Stadt­bummel, Abstecher, Umlei­tungen, Wege­änderungen, Neu­orien­tie­rung/Muschel­suche, Zimmersuche, usw..


Wegmarkierung: Stilisierte europäische Jakobsmuschel auf blauem Hintergrund.
Sehr gute bis ausreichende Ausmarkierung. Teilweise sehr gut ausmarkiert, leider mit einigen Schwachstellen. Karte oder GPS-/GPX-Daten angeraten!


Parallel-Markierung:
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Wegmarkierung: Stilisierte europäische Jakobsmuschel auf blauem Hintergrund.


Parallel-Markierung:
Die Markierung orientiert sich aber auch am Ver­lauf anderer Fern­wander­wege. In Teil­abschnitten ist der Weg als "König-Ludwig-Weg" Ein 1977 eröffneter Fern­wan­der­weg (~ 120 km), der nach dem bayerischen König Ludwig II. be­nannt ist.
Der Weg beginnt in Berg am Starn­berger See, wo Ludwig II. im Jahre 1886 ums Leben kam, und endet in Füssen.
und später als "Prälaten­weg" markiert.

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Anmerkung zur Wegführung:
Die Wegführung ist als "mittel" einzustufen.
Auf nahezu allen Strecken gilt die 80:20-Regel !80 Prozent der Gesamtstrecke sind gut, teilweise sogar überragend ausmarkiert.
Nützt leider überhaupt nichts, da man sich nicht bei den 80 Prozent, sondern bei den 20 Prozent verläuft.
20 Prozent sind zu gering, ver­steckt, zweideutig oder gar nicht markiert. Diese Schwach­stellen finden sich nahezu immer bei Abzwei­gungen, Verzwei­gungen bzw. bei schwie­rigen Gelände­ab­schitten und in Ort­schaften.
Die Nutzung von GPX-Daten bzw. Wanderkarten ist ange­raten!


Grenzübertritt:
Der Weg beginnt auf deutscher Seite in Perl, das direkt an der Mosel liegt. Mit der Moselüberschreitung befindet man sich in Schengen und damit auf französischer Seite.


Begehbarkeit:
Die beste Begehbarkeit besteht zwischen April und Oktober.


Distanz & Etappen:
Die Gesamtstrecke wird in der Literatur überwiegend mit 885 km angegeben. Die Distanz bei den GPS-Daten variiert je nach Variantenwahl zwischen 1004 km und 1121 km.


Start- & Zielbeschreibung:
Ausgangspunkt ist der Ort -----. Ziel ist die Kathedrale in Santiago de Compostela.


Anmerkung:
Ziel ist es "im Ziel" eine leistbare Herberge vorzufinden.
Pilgerherbergen sind bei den Tages-Etappen notiert.


Webpräsenz:




Etappenkurz­beschreibung:

|Ortsrand|, SNCB = Belgische Bahn, DC = Discounter, NSG = Naturschutzgebiet, PH = Gîte pour Pèlerins /Pilgerherberge
CP = Campingplatz, Rathaus = L'hôtel de ville, ATM = Geldautomat, WFK = Wallfahrtskirche

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Wegeskizze

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Impressionen

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